USA: Artikel über West-Coast-Wine
Mrz31

USA: Artikel über West-Coast-Wine

Weinbau hat in den USA eine lange Tradition. Besonders der West-Coast-Wine ist mehr als erwähnenswert, was die Punkte Vielfalt und Qualität betrifft. Allerdings muss man auch sagen, dass die ganz großen Weine nicht aus dieser Region kommen. Doch braucht West-Coast-Wine den Vergleich mit vielen europäischen Weinen nicht scheuen. Im Gegenteil. Entlang der Westküste der Vereinigten Staaten gibt es in den Bundesstaaten Washington, Oregon und Kalifornien sehr viele Weinbaugebiete, in denen der West-Coast-Weine angebaut wird. Der überwiegende Teil allerdings in Kalifornien. Die gesamte Rebfläche dort ist etwa doppelt so groß wie die in Deutschland. Seine erste Blütezeit erlebte der West-Coast-Wine in der Zeit als gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Europa die Reblauskatastrophe grassierte. Diese wurde durch reimportierte Rebsorten aus Amerika eingeschleppt und vernichtete sehr große Rebflächen. Davon profitierte der West-Coast-Wine erheblich und erlangte auf diese Weise in Europa einen großen Bekanntheitsgrad. Allerdings brach der Weinbau in Amerika durch Alkoholprobihibition in den Jahren 1920 bis 1933 fast vollständig zusammen. Davon war auch der West-Coast-Wine in erheblichem Maße betroffen. Die Folgen dieser Maßnahmen waren bis weit in die 1970er-Jahre zu spüren. Aus welchen Rebsorten wird West-Coast-Wine gekeltert? Die ersten Rebsorten aus denen West-Coast-Wine gekeltert wurde, waren einheimische Sorten, die allerdings wenig wohlschmeckend waren. Der Pionier in Sachen West-Coast-Wine war der Missionar Junipero Serra, der begann Wein für seine Messe anzubauen. Erst einige Jahre später brachten Siedler auch europäische Rebsorten mit, die dort mit Erfolg angebaut wurden. West-Coast-Wine wird in etwa zu gleichen Anteilen aus roten und weißen Rebsorten gekeltert. Bei den weißen Rebsorten sind besonders der Chardonnay und der Sauvignon blanc zu nennen, die beim West-Coast-Wine eine heraustragende Stellung einnehmen und die zeitglich zu den Spitzenqualitäten zählen. Die besonders zu erwähnenden roten Rebsorten aus denen West-Coast-Wine gekeltert wird zählen unter anderem Pinot Noir, Merlot (In Deutschland auch als Spätburgunder bekannt) und auch der Cabernet Sauvignon. Die heute mit Abstand am meisten angebaute Rebsorte ist der Chardonnay. Alle anderen Sorten aus denen West-Coast-Wine hergestellt wird, verloren im Laufe der Zeit immer mehr an Bedeutung. Lediglich der Zinfandel, der zu den sehr alten Rebsorten aus dieser Region zählt, schaffte es, seine Anbaufläche zu vergrößern. Unter diesem Link findet man die eben genannten Fakten noch ausführlicher. Warum hat West-Coast-Wine eine so gute Qualität? Der Grund ist das Klima und die Landschaft, die von Wüste bis über lang gezogene Höhenrücken reicht. Besonders auf den Höhenlagen gedeiht der beste West-Coast-Wine. In den frühen Morgenstunden liegt ein feuchter Nebel über den Rebpflanzungen, Mittags herrscht Hitze vor, während es am Abend empfindlich kühl werden kann. Ideale Bedingungen um einen guten Wein hervor zu bringen. Aber auch die hohe Zahl an jährlichen Sonnentagen (im Schnitt etwa 300) lassen die...

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Neue Rezepte erfinden
Mrz26

Neue Rezepte erfinden

Kochrezepte bei denen Rotwein verwendet wird, gibt es wie Sand am Meer. Die meisten sind jedoch unbekannt und viele Leute denken im Zusammenhang von Kochen und Rotwein, lediglich an das Verfeinern von Soßen. Doch warum nicht mal die ausgetretenen Pfade verlassen und neue Rezepte erfinden, die sich zum Kochen mit Rotwein eignen? Neue Rezepte erfinden ist überhaupt nicht schwer und eigentlich hat es jeder, der regelmäßig kocht, schon mindestens einmal gemacht. Möchte man neue Rezepte erfinden, braucht man nur ein wenig Kreativität und Mut. Und natürlich tolerante Mitesser, falls es schief geht… 🙂 Neue Rezepte erfinden: Wie geht das? Wenn man ganz neue Rezepte erfinden möchte, wird man vermutlich kein ganz neues Rezept entdecken, denn alles was es jetzt gibt, war irgendwann schon einmal da. Das ist wie mit der Mode, da wiederholt sich auch alles immer wieder. Dennoch kann man neue Rezepte erfinden, indem man zum Beispiel alte Rezepte wieder erfindet. Natürlich kann man auch ganz neue Rezepte erfinden. Dies erfordert jedoch eigene Ideen und eine geplante Vorgehensweise. Man kann aber auch neue Rezepte erfinden, wenn der Zufall mitspielt. Zum Beispiel dann, wenn man Zutaten verwechselt oder eine bestimmte Zutat nicht im Haus hat und versucht, diese durch eine andere zu ersetzen. Oftmals kommen dabei sehr interessante Kreationen heraus, die entweder gleich sehr lecker schmecken oder an denen man noch ein bisschen herumfeilt, also zum Beispiel die Mengen der Zutaten variiert. Neue Rezepte erfinden – Wie kann man am besten vorgehen? Möchte man neue Rezepte erfinden und nicht auf einen glücklichen Zufall warten, empfiehlt sich folgende Vorgehensweise: Neue Rezepte zu erfinden, beginnt nicht erst am Herd, sondern bereits davor. In der Phantasie stellt man sich das gewünschte Endergebnis vor. Dazu gehören unter anderem: Geschmack, Konsistenz, Aussehen und zum Gericht passende Beilagen. Hat man sich alles gut überlegt, geht es an die Töpfe. Will man neue Rezepte erfinden, empfiehlt sich der Einsatz einer Küchenwaage sowie Zettel und Stift. Man wiegt alle Zutaten ab und notiert sich die Mengenangaben. So weiß man nach dem ersten Probe-Essen an welcher “Schraube man drehen” muss, um das selbst erfundene Rezept zu verbessern. Rezepte neu erfinden: Eine Idee Wie schon erwähnt, kann man sehr leicht neue Rezepte erfinden. Hier eine Idee: Matjes in Rotwein Matjes kennt man meist nur süß/sauer eingelegt. Doch es geht auch ganz anders. Man nehme: 10 Matjesfilets 250 ml trockenen Rotwein 250 ml Weinessig zwei mittelgroße Zwiebeln 2 Nelken 2 Lorbeerblätter 250 Gramm Zucker 1 TL Senfkörner 1 TL schwarze Pfefferkörner Diese Zutaten bekommt man in jedem Supermarkt und preisgünstig ist das Ganze auch noch. Man sieht also, neue Rezepte erfinden, muss nicht teuer sein. Nun geht es an den...

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Cabernet Sauvignon 2012
Mrz20

Cabernet Sauvignon 2012

Inzwischen hat die Merlot-Rebe den Cabernet Sauvignon in der Beliebtheit überholt. Schon früher hatte sich einiges an Bewegung im Reben-Sortiment ergeben. So war vor Jahren noch die autochthone Sorte Concord in Ertrag, die wegen ihrer „fuchsigen“ Note für europäische Zungen allenfalls als Weingelee in Frage kam, bis es zur französischen „Revolution“ kam, in der praktisch nur noch Reben aus Frankreich angebaut wurden. Diese Weinbau-Revolution – auch mit der Aufgabe von Concord – kam erst in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts in Gang. Inzwischen ist die AVA (American Viticultural Area) ein aufstrebender Bereich, der längst noch nicht seine Potentiale erschöpft hat. Mit derzeit 12.000 ha bestockter Rebfläche – etwa so viel wie in Württemberg – scheinen die Grenzen des Anbaus noch längst nicht erreicht. Der Washingtoner Weinbau weist im Übrigen noch eine Eigenart auf, auf die man besonders stolz ist: Auf den sandigen Böden kann auf das Ziehen von Unterlagsreben verzichten, weil die Edelreben im Sandboden durch die Reblaus nicht gefährdet sind. Um es gleich vorweg zu sagen: ein geschmacklicher Unterschied bei Verwendung von Unterlagsreben konnte nicht wahrgenommen werden. Scheinbar haben sich die US-Winzer völlig dem Erfolgsrezept der Franzosen verschrieben, denn nicht nur den französischen Reben haben sie sich verschrieben, sondern sie gehen mehrheitlich davon ab, sortenreine Weine zu erzeugen und wenden sich Verschnitten bzw. Assemblagen zu. Eine – weitere – Assemblage aus der Columbia Crest Winery ist der „Cabernet Sauvignon Grand Estate – vom Jahrgang 2012 , ein Verschnitt von Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot. Im Gegensatz zu einem kürzlich verkosteten sortenreinen Cabernet Sauvignon, war in der Assemblage ein zarten Duft nach Schwarzen Johannisbeeren erkennbar. Aber es fanden sich in dem granatroten Wein weitere Aromen, z. B. von Kirsch. Im Geschmack erweist sich der Wein als perfekt ausbalanciert, mit weniger Süße als vergleichsweise kalifornische Weine, und mit einer Schokonote ausgestattet. Im Abgang waren dezente Tannine auffällig. Bei 13,5 Volumenprozent kommt so ein kraftvoller, geschmeidiger Wein zustande. Die Columbia Crest Winery liest für den Grand Estate die Trauben von Hand. Drei Viertel der Trauben werden gemahlen, die übrigen auf den Beerenhäuten vergoren. Die Weinmacher glauben mit dieser Methode Aroma zu steigern und Struktur zu erhalten. Nach Abschluss des Gärprozesses wird die Assemblage finalisiert. Nach einer Zeit im Edelstahltank erfolgt der Ausbau in – nicht neuen – Eichenholzfässern, in der der Wein eine Phase des biologischen Säureabbaus (malolaktische Gärung) durchläuft. Schließlich erfolgt die Reife während 16 Monaten im Eichenholzfässern, von denen jeweils ein Drittel neu sein müssen. Dieser Wein wird in Deutschland für 11,50 € angeboten und ist damit möglicherweise ein Alternative für öfter überteuerte Bordeaux-Weine bzw. in dieser Preisklasse eher schwächere Gewächse. Bildnachweis: © morguefile.com –...

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Kalifornische Weine: Weinanbau in Amerika
Mrz20

Kalifornische Weine: Weinanbau in Amerika

Die bekannteste autochthone Rotweinrebe – aus der Labrusca-Rebe stammend – in den USA ist die Concord. Wegen ihres allgemein als „fuchsig“ bezeichneten Geschmacks wird sie allerdings vorzüglich als Lieferantin für Trauben-Gelee eingesetzt. Die Mehrzahl aller US-Winzer, bei aller Liberalität im Weinbau, bevorzugt für die Rotweinbereitung die weltweit geschätzte französische Edelrebe Cabernet Sauvignon. Nach Frankreich und Chile finden sich die größten Anbauflächen für den Cabernet Sauvignon in den USA, besonders in Kalifornien (ca. 32000 ha). Dort gilt ein sortenrein erzeugter Cabernet Sauvignon als non-plus-ultra der Weinproduktion und tatsächliche weisen eine Reihe kalifornischer Cabernets das Prädikat „Weltklasse“ auf. Die Erfolgsgeschichte kalifornischen Weins, insbesondere des Cabernet Sauvignon, hat etwas an sich von einem anderen bekannten Phänomen – dem amerikanischen Goldrausch. In den 70er Jahren begannen bekannte Weinfachleute, mit Millionenaufwand neue Weingüter auszugründen und ausschließlich Erfolgsweine zu kreieren. Die Geschichte um „Opus One“ der Herren Robert Mondavi und Baron Philippe de Rothschild, die ab 1978 international Furore machten, ist noch gut bekannt. Zwar werden die Opus One Weine, etwa von Hugh Johnson aktuell nur noch mit drei Sternen bewertet, gleichzeitig schreibt er aber (Der kleine Johnson, 2015), dass sich das Weingut „derzeit hervorragend in Form“ befindet. Nicht alle hatten aber Glück mit ihren Weingütern aus der Retorte, unabhängig davon, dass es heute international zahlreiche Nachahmer gibt. Für Premium-Weine – vermutlich das meist missbrauchte Wort in der Weinwirtschaft – ist der Markt begrenzt, und obwohl vielfache Versuche starten, werden doch allzu oft die Investoren von den Weinkunden auf den Boden der Tatsachen zurückgestellt. Einen völlig anderen Zugang zum Wein – und das scheint eine spezifisch amerikanische Erfahrung und Geschichte zu sein – hat Firma Ernest & Julio Gallo in Modesto/Kalifornien. Welcher Wein 1906 bis zur Prohibition verkauft wurde, konnte nicht zweifelsfrei ermittelt werden. Zunächst wurden angekaufte Trauben versaftet, später eine Farm erworben. 1957 wurde eine Mischung namens „Thunderbird“ vertrieben, bestehend aus weißem Portwein und Zitronensaft. Dem US-Verbraucher gefiel das Produkt, sodass beständig hohe Gewinne erwirtschaftet werden konnten. Im Jahr 2007 konnten die Brüder Gallo das weltgrößte Weingut in Familienbesitz mit der zweitgrößten Weinproduktion der USA ihr eigen nennen. Die Zitronenschorle wird aktuell nicht mehr verkauft; als historische Reminiszenz gibt es aber den „Thunderbird“ wieder. Der 4600-Mitarbeiter-Konzern verkauft in 90 Ländern der Welt seine Weine, wie Hugh Johnson schreibt, „alle zwar von bescheidener Qualität, aber verlässlich und erschwinglich“. Besonders stolz ist Gallo vermutlich auf seinen Cabernet Sauvignon, obwohl – Gallo weiss es – inzwischen der Merlot in Kalifornien und anderswo, dem Cabernet den Rang abgelaufen hat. In Kalifornien gilt der sortenreine Ausbau als höchste Vollendungsstufe. Für 4,99 € ist der Cabernet Sauvignon – Jahrgang 2013 – aus den Gallo Family Vinyards in Deutschland zu haben....

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Amerikanische Weine: Rotwein aus Kalifornien
Mrz20

Amerikanische Weine: Rotwein aus Kalifornien

Mit 407.000 ha und regelmäßig über 18 Millionen hl Gesamtertrag sind die USA einer der weltweit bedeutendsten Weinerzeuger. Noch immer wachsen die Rebflächen in den USA – in den letzten 30 Jahren um 25 % – und stellen damit die Vitalität der in mehr als 25 Bundesstaaten vertretenen Weinwirtschaft unter Beweis. Sogar Geschichte kann der US-Weinbau aufweisen. Bis ins Jahr 1647 ist Weinbau im Staat New York nachweisbar. Zwar stammten die ersten Weinstöcke aus Europa, zunehmend wandten sich die amerikanischen Weinbauern aber auch den wild vorgefundenen – autochthonen – Rebsorten der Vitis Labrusca zu. Ihnen verdanken wir die wirksame Hilfe gegen die Reblausplage, wenn auch das Schadinsekt durch den Import eben derselben Reben nach Deutschland ebenfalls eine amerikanische Ursache hatte. Im Gefolge der großen Siedlertrecks nach Westen bewegte sich auch die Weinkultur, bis zuletzt nach Kalifornien, das in einem Eroberungskrieg 1848 dem mexikanischen Staat entrissen und den USA angegliedert wurde. So finden wir heute eine amerikanische Weinkultur vor, die eine derart bunte Mischung darstellt, wie sie aus der Herkunft der amerikanischen Einwanderer hervor gegangen ist: Deutsche pflanzen ihre Rieslinge, Franzosen ihre Pinot Noir, Spanier ihre Garnacha, die Italiener ihren Primitivo (in den USA Zinfandel genannt) und Russen die Rkatsiteli. Gelegentliches Schneechaos in den nordöstlichen Staaten der USA, auch kurze Frostperioden, sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Staat New York mit seiner Hauptstadt Albany um den 42. Breitengrad situiert ist, und damit auf der gleichen geographischen Breite wie etwa die Insel Korsika. Die sommerliche Hitze, aber die frostigen Temperaturspitzen werden zudem durch die nahegelegenen großen Seen gemildert. Weinpapst Hugh Johnson (Der kleine Johnson) weiss dazu: „Im Staat New York geht es mit der Weinqualität, der Rebfläche (inzwischen mehr als 39.000 ha) und der Zahl der Kellereien in erstaunlichem Tempo voran. In den letzten fünf Jahren ist die Zahl der Erzeugerbetriebe um 108 auf jetzt 342 gestiegen.“ Als besonders wichtigen Anbaubereich nennt Johnson die „Finger Lakes“, ein Gebiet in dem fünf kleinere, längliche Seen zwischen sanften Bergtälern liegen. Wie Johnson weiss, gilt der Riesling als besondere Spezialität. Man kann den amerikanischen Winzern regelrecht dankbar sein, dass sie die „Riesling-Fahne“ aufrecht erhalten, denn die USA sind nach Deutschland der zweitgrößte Riesling-Produzent, noch vor Frankreich und Österreich, wo man größere Vorkommen vermuten sollte. Freilich pflanzen die US-Amerikaner Riesling nicht aus Dankbarkeit oder Treue zu den deutschen Winzern, sondern im knallharten Eigeninteresse, denn beim Riesling handelt es sich um eine der wenigen Qualitätssorten von Weltrang. Zwar tendiert der amerikanische Weingeschmack auch beim Riesling in Richtung „Liebfrauenmilch“, also nach „halbtrocken“ bis „lieblich“, aber es gibt auch das andere, dass einzelne US-Winzer mangels eines englischen Wortes als „knochentrocken“ benennen, und dabei befinden sich durchaus erstaunliche Weine,...

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