Wein verschenken: Individuell schenken mit diesen Tipps

Das perfekte Geschenk zu finden, kann zur Knobelaufgabe werden. Dabei ist es doch so einfach, wenn der zu Beschenkende auch Wein mag. Auf die folgenden Dinge kommt es dabei an.

Vorüberlegungen zum Schenken

Einfach in den Laden gehen und eine Flasche Wein kaufen? Besser nicht, denn dann ist ein Fehlgriff meist vorprogrammiert. Besser ist es, wenn Sie vor dem Kauf einige Vorüberlegungen starten. Zum einen muss der Anlass des Schenkens beachtet werden: Geht es um ein Hochzeits- oder Geburtstagsgeschenk oder soll es nur eine Aufmerksamkeit zwischendurch sein?

Außerdem spielt eine Rolle, wie nahe sich Schenkender und Beschenkter stehen, denn für den Ehemann wird ein anderer Wein gewählt als für den Chef. Dabei ist nicht zwingend der Preis des Weins ausschlaggebend, sondern seine Herkunft und seine Qualität (die sich eben nicht immer im Preis zeigt). Außerdem kann Wein als Werbegeschenk infrage kommen, wobei auf andere Weine gesetzt wird, als wenn eine nahestehende Person beschenkt werden soll.

Zusätzlich darf das Geschenk auch abgerundet werden und so wird nicht nur die Flasche Wein überreicht, sondern es gibt auch eine Kleinigkeit dazu. Wichtig: Sollten Sie nicht wissen, ob der Beschenkte nur Bioweine trinkt oder am Ende gar vegan lebt, sollten Sie einen Wein wählen, der diese Fälle abdeckt. Einen veganen Wein trinken auch Nicht-Veganer, umgekehrt freuen sich Veganer aber nicht über Weine für Nicht-Veganer! Besonders schwierig wird das Schenken durch diese Überlegungen, wenn Sie kaum etwas über die Zielperson wissen und alle Eventualitäten bedenken müssen.

Bringen Sie einen guten Wein zum Essen mit, können Sie je nach Menü auf einen Weiß- oder Rotwein setzen. (#01)

Bringen Sie einen guten Wein zum Essen mit, können Sie je nach Menü auf einen Weiß- oder Rotwein setzen. (#01)

Wein verschenken: Zum Anlass muss er passen!

Bringen Sie einen guten Wein zum Essen mit, können Sie je nach Menü auf einen Weiß- oder Rotwein setzen. Lässt es der Preis zu und Sie wissen nicht, ob Weiß- oder Rotwein besser passt, bringen Sie einfach zwei Flaschen mit und decken damit beides ab. Außerdem: Sind viele Leute eingeladen, ist eine Flasche rasch geleert!

Sind Sie zu einem größeren Fest eingeladen, sollten Sie auf einen guten Schaumwein setzen, dieser ist zum Gratulieren bestens geeignet.
Feiert ein liebes Familienmitglied älteren Semesters seinen Geburtstag, darf ein spezieller Jahrgangswein das Geschenk sein. Hierbei erzählt der Wein eine eigene Geschichte, wobei solche Weine nicht zum Trinken gedacht sind. Sie finden sich oftmals in der Vitrine wieder und werden nur zu einem ganz besonderen Anlass geöffnet oder bleiben gänzlich verschlossen.

Wichtig: Wein ist kein gutes Geschenk für jemanden, der krank ist. Alkohol und Medikamente vertragen sich nicht besonders gut und wer sein Geschenk dann nicht genießen darf, wird sich darüber logischerweise nicht freuen. Setzen Sie dann lieber auf ein anderes Präsent!

Im besten Fall ist Ihnen bekannt, ob der zu Beschenkende lieber Rot- oder Weißwein mag. (#03)

Im besten Fall ist Ihnen bekannt, ob der zu Beschenkende lieber Rot- oder Weißwein mag. (#03)

Tipps zur Auswahl des passenden Wein-Geschenks

Die folgenden Punkte sollten Sie beachten, wenn Sie Wein als Präsent überreichen wollen:

  • Der Preis
    Sicherlich sollte der Preis nicht das Hauptkriterium für die Wahl sein, doch es gibt eine gewisse Unter- und eine Obergrenze, die beachtet werden sollte. Billige Weine wirken geizig, außerdem erwecken sie den Anschein, als wären sie nur eine Notlösung gewesen. Ein günstiger Wein kann durchaus gut sein, von diesem sollte aber nicht nur eine Flasche überreicht werden. Zu speziellen Anlässen wird ein teurer Wein verschenkt, dieser darf ruhig bis zu 40 Euro kosten. Manche Weine sind deutlich teurer, hierbei handelt es sich um besondere Spitzenweine, die eventuell nur limitiert abgefüllt worden sind. Für eine spezielle Person oder zu einem ganz exklusiven Anlass darf es auch ein solcher Wein sein, der aber natürlich seinen Preis hat.
  • Die Sorte
    Sind Sie selbst Weinkenner, wählen Sie eine Sorte, die Sie kennen und schätzen. Ansonsten sollten Sie sich beraten lassen oder nach einer guten Bewertung im Internet suchen, damit Sie keinen Fehlgriff tätigen. Weine sind zwar Geschmackssache, aber einige Sorten schmecken wirklich niemandem. Damit Sie nicht dummerweise eine Flasche dieses Weins erwischen, sollten Sie sich vorab über die Sorte erkundigen.
  • Rot- oder Weißwein
    Im besten Fall ist Ihnen bekannt, ob der zu Beschenkende lieber Rot- oder Weißwein mag. Wissen Sie das nicht, sollten Sie auf einen fruchtigen Rotwein setzen, der eine hohe Qualität mitbringt. Oder Sie wählen einfach beide Sorten und orientieren sich beim Kauf im preislichen Mittel.
Zu vielen Anlässen ist es völlig ausreichend, die Flasche Wein zu überreichen, sofern diese mit einer Schleife versehen ist oder in einer Weingeschenktasche steckt. (#02)

Zu vielen Anlässen ist es völlig ausreichend, die Flasche Wein zu überreichen, sofern diese mit einer Schleife versehen ist oder in einer Weingeschenktasche steckt. (#02)

Das Drumherum ist wichtig

Zu vielen Anlässen ist es völlig ausreichend, die Flasche Wein zu überreichen, sofern diese mit einer Schleife versehen ist oder in einer Weingeschenktasche steckt. Zu anderen Anlässen jedoch sollten Sie sich um zusätzliche Geschenke rund um den Wein bemühen. Ein Geschenk lebt auch von seiner Dekoration und so sollten Sie vor allem bei den Menschen, die häufig Wein trinken und dementsprechend oft mit den edlen Tropfen beschenkt werden, auf eine kleine Besonderheit achten. Es gibt zum Beispiel die Möglichkeit, das Etikett selbst zu gestalten. Lassen Sie dieses mit einem Foto oder einem persönlichen Wunsch bedrucken und versehen Sie die Flasche damit. Individueller kann das Schenken nicht sein!

Möglich ist auch, das Geschenk durch passendes Zubehör aufzuwerten. Wie wäre es denn mit verschiedenen Dekantierern und Gläsern, die fernab vom Standard sind? Auch dafür sollten Sie den zu Beschenkenden ein wenig kennen, denn jemand, der erzkonservativ ist, wird mit einem modernen „Spaßglas“ nichts anfangen können. Ebenso wird sich eine Person, die die Wohnung nüchtern und eher spartanisch eingerichtet hat, kaum mit einem geschwungenen Dekantierer mit eleganter Note anfreunden können.

Wichtig: Gehen Sie nicht unbedingt von Ihrem eigenen Geschmack aus, wenn Sie einen Wein aussuchen, denn der zu Beschenkende mag vielleicht etwas ganz und gar Anderes!

Wichtig: Gehen Sie nicht unbedingt von Ihrem eigenen Geschmack aus, wenn Sie einen Wein aussuchen, denn der zu Beschenkende mag vielleicht etwas ganz und gar Anderes!

Wir finden Sie den perfekten Wein?

Ergänzend zu den oben bereits erwähnten Tipps gibt es noch einige Überlegungen mehr, die zum perfekten Wein führen können. Wenn Sie wissen, dass sich die Zielperson mit einem bestimmten Land oder einer Region besonders verbunden fühlt, kann ein Wein aus diesem Gebiet die richtige Wahl sein. Vielleicht erinnert der Wein auch an eine Reise und ruft diese besonders schöne Zeit noch einmal ins Gedächtnis? Wichtig: Gehen Sie nicht unbedingt von Ihrem eigenen Geschmack aus, wenn Sie einen Wein aussuchen, denn der zu Beschenkende mag vielleicht etwas ganz und gar Anderes!

Die folgenden Tipps können ebenfalls den Weg zum perfekten Weingeschenk ebnen:

  • Zeit
    Wenn Sie selbst kein Weinkenner sind und nicht wissen, welchen Wein Sie wählen sollen, ist der Onlinekauf nicht zwingend die beste Idee. Sicherlich können Sie sich dort auf Bewertungen verlassen und nach Erfahrungen fragen. Doch besser ist es, Sie gehen direkt zu einem Weingut (wenn dieses in erreichbarer Nähe ist) oder lassen sich im Fachhandel beraten. Hier ist es sogar möglich, die infrage kommenden Weine zu verkosten und sich selbst ein Bild über den Charakter des edlen Tropfens zu machen.
  • Sichtbarkeit
    Mit einem individuell gestalteten Etikett ist die Geschenkflasche in jedem Fall sichtbarer oder wird anders wahrgenommen als eine 08/15-Flasche. Soll es besonders auffällig sein? Dann setzen Sie auf eine Magnum-Flasche, die mit ihren 1,5 Litern Fassungsvermögen für Sichtbarkeit sorgt. Gut zu wissen für alle, die sich mit Wein nicht auskennen: Als Magnum werden vor allem hochwertige Weine abgefüllt, das heißt, Sie können damit gar nichts falsch machen. Für günstige Weine gibt es eher Literflaschen, so bietet die Größe der Flasche schon eine Möglichkeit, gut von weniger gut zu unterscheiden.
  • Preis
    Zum Preis haben wir uns bereits vorab geäußert. Hier bleibt noch zu erwähnen, dass gute Weine schon ab rund zehn Euro erhältlich sind, allerdings ist es in diesem Bereich noch eine Glückssache, tatsächlich einen Wein zu erhalten, der als Geschenk taugt. Nicht-Weinkenner sollten sich in dieser Preisklasse besonders gut nach Bewertungen umschauen bzw. sich beraten lassen, damit das Geschenk kein Fehlgriff wird.
  • Champagner wählen
    Oftmals geht es um ein Geschenk für jemanden, über den kaum etwas bekannt ist. Wein ist als Geschenk eine tolle Sache, doch wenn Sie nichts über die Zielperson wissen, ist die Auswahl immens schwer. Wählen Sie dann als Alternative eher einen guten Champagner! Diesen trinken auch Weinliebhaber und er schmeckt immer. Wichtig ist nur, dass es wirklich Champagner ist und kein billiger Abklatsch, der in Form von Schaumwein angeboten wird. Sicherlich kann auch ein Schaumwein schmecken, doch da ein Geschenk in der Regel eine gewisse Hochwertigkeit mitbringen soll, ist Champagner die bessere Wahl.

Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Daniela Pelazza  -#01: Valentyn Volkov -#02: Africa Studio-#03: gmstockstudio -#04: hedgehog94



Über 

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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