Autor Hans-Jürgen Schwarzer

Hans-Jürgen Schwarzer (Link Google+) leitet die Online-Agentur schwarzer.de software + internet gmbh. Als Unternehmer und Verleger in Personalunion wie auch als leidenschaftlicher Blogger gehört er zu den Hauptautoren von startup-report.de. Innerhalb seiner breiten Palette an Themen liegen dem Mainzer Lokalpatriot dabei vermeintlich „schräge“ Ideen oder technische Novitäten besonders am Herzen.

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Sektsteuer: Fachwissen für Mainzer Sektkenner
Jun08

Sektsteuer: Fachwissen für Mainzer Sektkenner

Der Mainzer möchte gern wissen, wo er am besten hingehen kann und welche Locations aktuell angesagt sind. Er hinterfragt und interessiert sich für Rezepte, Weine, Sekt und kulinarische Erlebnisse. All diese Informationen sind auf unseren Seiten zu finden und werden immer wieder durch neue Erkenntnisse und Entdeckungen ergänzt. Wer sich hier auf dem aktuellen Stand hält, weiß immer ein bisschen mehr – egal, ob Mainzer Einwohner oder Besucher der Stadt. Damit Sie auch jetzt wieder etwas mehr erfahren, haben wir das Thema der Sektsteuer in den Fokus gerückt. Kennen Sie diese? Wissen Sie, dass Sie mit jeder Flasche Sekt abhängig vom Volumenalkohol Geld an den Staat abführen? Und vor allem – wissen Sie, warum das so ist? Sektsteuer: Kaiser Wilhelm II. war’s Kaiser Wilhelm II. ist schuld daran, dass die heutige Steuerpolitik immer noch die Sektsteuer nutzt, um Geld in die Staatskassen zu spülen. Klar, die Sektsteuer ist ein gutes Mittel zur Geldeinnahme, muss doch hier niemand etwas für diese Einnahmen tun. Mit Ausnahme der Bürger natürlich, die damit ganz selbstverständlich den Staat unterstützen sollen. Nur leider verhält es sich mit der Sektsteuer wie mit dem Soli-Zuschlag: Von dem eigentlichen Grund, warum diese Steuer eingeführt wurde, ist nichts mehr übrig. Auf das Geld will Vater Staat aber nicht verzichten und belässt es bei der Steuer und den Einnahmen daraus. Kaiser Wilhelm II. richtete die Sektsteuer ein, weil er seine Kriegsflotte im Jahr 1902 aufrüsten lassen wollte. Dies war in Ermangelung der nötigen Gelder aber nicht ohne Weiteres möglich. Daher wurde die Sektsteuer erhoben, denn schließlich sollten die Bürger des Landes doch etwas für ihre eigene Sicherheit tun – und wenn es nur über die Abgabe von Geld war. 50 Pfennige wurden „erbeten“ und diese kamen auf den stolzen Flaschenpreis von 2,50 Mark noch drauf. Endlich, im Jahr 1933, hatte der Staat genug davon. Die Wirtschaftskrise sollte überwunden werden, was mit den hohen Konsumpreisen nicht möglich war. Die Sektsteuer hatten zwar den Ersten Weltkrieg und Kaiser Wilhelm II. überdauert, wurde nun aber endlich abgeschafft. Und sie ist wieder da, die Sektsteuer! Als 1939 entschieden wurde, dass die Kriegsflotte einer enormen Aufrüstung bedurfte, kam den Verantwortlichen die Sektsteuer wieder in den Sinn. Schwupps, war sie wieder erhoben und betrug nun eine ganze Reichsmark. Klar, dass den Bürgern der Genuss verging und dass die Umsätze stark zurückgingen. Zum Vergleich: Im Jahr 1936 konnten rund 14 Millionen Flaschen Sekt verkauft werden. 1949 aber, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, ging dieser Umsatz um die Hälfte zurück. Dies bekam auch die Sektkellerei Kupferberg zu spüren, deren Chef Christian Adalbert Kupferberg forderte, die Sektsteuer von drei auf eine Mark zu senken. Gleichzeitig ging er aber...

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Laudun – L’Ardoise: ein besonderer Cotes du Rhone Villages
Jun01

Laudun – L’Ardoise: ein besonderer Cotes du Rhone Villages

Folgt man Orange, der „Capitale des Cotes du Rhone“ in südlicher Richtung, so gelangt man nach der Passage der Überflutungsteiche der Rhone praktisch wie von selbst in das Weindörfchen Laudun im Departement Gard. In Laudun werden aus den typischen Rebsorten der Rhone Rot-, Rosé- und Weißweine gezogen, die aber alle ihren eigenen Charakter aufweisen. Der Hintergrund für die Ausweisung der Appellation „Cotes du Rhone Villages Laudun“ hat möglicherweise mit der Berühmtheit der Laudun-Weine im 17. Jahrhundert zu tun, als die Bezeichnung „Cote du Rhone Gardois“ erlaubt war. Der besondere Charakter seiner Weine ist eine Frage des Terroirs, der in Laudun auf ca. 400 ha steinigem, kieshaltigem Boden wächst. Johann Wolfgang von Goethe und das Schloß in Laudun Der Berühmtheit des Laudun ist vermutlich auch zu danken, dass dieser Wein Eingang in die gehobene Weinliteratur gefunden hat. Kein geringerer als der Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe bezieht sich in einem Vers aus seinem „Faust“ auf eine Weinbegebenheit in Laudun. Diese Textstelle gehört zu einer der erstaunlichsten der deutschen Weinliteratur, weil die in Rede stehende Passage Aufschluss über Goethes Studien der Weinfachliteratur gibt: „Doch – werdet ihr dem Kundigen glauben – Verfault ist längst das Holz der Dauben – Der Weinstein schuf dem Wein ein Faß.“ Diese Episode, die Goethe hier poetisiert hat, wird von Olivier de Serres berichtet. Es geht um ein altes Schloß in Laudun, an der südlichen Rhone, veröffentlicht in „Theatre agriculture“, 1629. Der französische Agrarschriftsteller hatte dort ein altes Fass entdeckt, dessen Holz bereits verfault war, dessen Inneres allerdings vollständig mit Weinsteinkristallen überzogen war, und so noch Wein konserviert hatte. Hugh Johnson: pfeffrige Rotweine aus Laudon Auch Weinpapst Hugh Johnson weiß den Laudun zu loben: „Führender Ort des Cotes du Rhone Villages. Exzellente, schneidige Weißweine, direkte, pfeffrige, früh trinkreife Rotweine, schicke Roses. Weine mit unmittelbar ansprechender Aromatik.“ Unter den besten Erzeugern führt Johnson auch die Winzergenossenschaft in Laudun an, die sich vor einigen Jahren mit Winzern aus Chusclan zusammengetan hat. Vignerons des 4 Chemins 2012 Leider war im deutschen Weinhandel keiner der aus der Riege der besten Erzeuger zu finden. Aber der Rotwein von den „Vignerons des 4 Chemins“, Jahrgang 2012, Rebsorten Syrah und Grenache Noir, mit 12 Monaten Barrique-Lager, war auch nicht von schlechten Eltern. Mit 13,5 Volumenprozent war der Wein auch nicht zu schwer. Wie die Rotweine aus dem nahegelegenen Chateauneuf-du-Pape oder Gigondas, gefiel der Wein farblich durch sein tiefes Dunkelrubinrot und durch sein intensives Aroma von Kirschen mit Vanille, schwarzem Pfeffer und Gewürznelken. Am Gaumen beeindruckten reife Tannine und Aromen von Kirschen und Pflaumen. Nicht von jedem Wein kann man sagen, dass die Qualifizierung als „Cotes du Rhone Villages“ mit der Nennung des Ortsnamens...

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Lemberger: Wein aus Württemberg bei ALDI, Netto & Co.?
Apr21

Lemberger: Wein aus Württemberg bei ALDI, Netto & Co.?

„Wer einen Rotwein sucht, der die Eigenschaften eines frischen Moselweines besitzt, muss zum Lemberger greifen.“ Diese Charakterisierung des „Taschenbuch der Rebsorten“ ist durchaus zutreffend und bildet eine immerhin kleine Erfolgsgeschichte dieser Rebsorte – die auch Blaufränkisch oder Limberger genannt wird – in Deutschland ab. Seit den 80er Jahren hat sich die Rebfläche der aus Österreich stammenden Sorte auf insgesamt rund 1700 ha gut vervierfacht, vor allen Dingen in Württemberg, wo rund 95 % der Bestände liegen. Ob der Herkunft der Sorte etwas mit dem früheren Lemberg, heute Lwiw, früher in Galizien gelegen, heute in der Westukraine, zu tun hat, ist unklar. Dafür sprechen auch die zahlreichen Synonyme der Sorte – der Name könnte ebenso auch auf Wein-Handelsströme zurückgehen. „Das Weinlexikon“ bietet nur allgemein die „Donauländer“ in dieser Frage an. Die spät reifende Sorte bringt gewöhnlich fruchtige, kraftvolle und je nach Vinifikation farb- und tanninreiche Weine hervor, die „oft zu den besten der meist guten, in besseren Jahren mitunter ausgezeichneten württembergischen Rotweine zählen“, so „das Weinlexikon“. Wie auch bei der Sorte Syrah ist der Umgang mit der schwarzbeerigen und tanninreichen Sorte nicht unproblematisch. Dem frischen und leichten Charakter des Lembergers widerspricht ein wenig die Ernsthaftigkeit und Tiefe von reichlich Gerbstoffen. Auch die berühmten gerbstoffreichen Weine der Hermitage gelingen nur in sehr guten Jahren und brauchen lange Reife. In Württemberg sollte deshalb unterhalb der Schwelle von Spitzenjahrgängen unbedingt eine Entrappung erfolgen. Die Geeignetheit für eine lange Lagerdauer wird dem Lemberger allerdings attestiert. Die geringe Anfälligkeit gegen Fäulnis erlaubt eine recht späte Lese, noch nach der Lese des Spätburgunders. Dem deutschen Reichsgründer Fürst Bismarck wird eine Vorliebe für den Lemberger nachgesagt, man weiss nur nicht ganz genau, ob diese Liebe auf die Lage am Neusiedler See oder allgemein auf die Rebsorte zurückgeführt wird. In Deutschland sind die Verhältnisse dagegen geklärt: Die Württemberger lieben die rote Rebsorte, noch vor dem Spätburgunder (1300 ha), aber nach dem Trollinger (aktuelle Rebfläche 2300 ha). Ein Vergleichstest der Weinzeitschrift FEINSCHMECKER im Herbst 2014 zwischen Österreichischen und Württemberger Weinen fiel zugunsten der ausländischen Konkurrenz aus. Bei höchst unterschiedlichsten Flaschenpreisen erscheint dieses Ergebnis höchst bemerkenswert. Möglicherweise spielt die längere Erfahrung der Österreicher mit der Rebsorte eine maßgebliche Rolle – Einfluss haben sicher auch Boden und Klima, die im Vergleich zu Württemberg ziemliche Unterschiede bilden. Leider scheint es in Württemberg auch Winzer zu geben, bei denen das Hauptanliegen beim Lemberger-Anbau in der besseren Farbausbeute bestehen könnte. Auch die häufige Verschnittpraxis – Lemberger und Trollinger – scheinen diesem Anliegen öfters geschuldet zu sein. Mit derartigen Praktiken kommt man in Württemberg allerdings nicht aus der Image-Falle weder des Lembergers – ernsthafter Charakter oder frisch – oder des Trollingers – als gefälligem Kneipwein...

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USA: Artikel über West-Coast-Wine
Mrz31

USA: Artikel über West-Coast-Wine

Weinbau hat in den USA eine lange Tradition. Besonders der West-Coast-Wine ist mehr als erwähnenswert, was die Punkte Vielfalt und Qualität betrifft. Allerdings muss man auch sagen, dass die ganz großen Weine nicht aus dieser Region kommen. Doch braucht West-Coast-Wine den Vergleich mit vielen europäischen Weinen nicht scheuen. Im Gegenteil. Entlang der Westküste der Vereinigten Staaten gibt es in den Bundesstaaten Washington, Oregon und Kalifornien sehr viele Weinbaugebiete, in denen der West-Coast-Weine angebaut wird. Der überwiegende Teil allerdings in Kalifornien. Die gesamte Rebfläche dort ist etwa doppelt so groß wie die in Deutschland. Seine erste Blütezeit erlebte der West-Coast-Wine in der Zeit als gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Europa die Reblauskatastrophe grassierte. Diese wurde durch reimportierte Rebsorten aus Amerika eingeschleppt und vernichtete sehr große Rebflächen. Davon profitierte der West-Coast-Wine erheblich und erlangte auf diese Weise in Europa einen großen Bekanntheitsgrad. Allerdings brach der Weinbau in Amerika durch Alkoholprobihibition in den Jahren 1920 bis 1933 fast vollständig zusammen. Davon war auch der West-Coast-Wine in erheblichem Maße betroffen. Die Folgen dieser Maßnahmen waren bis weit in die 1970er-Jahre zu spüren. Aus welchen Rebsorten wird West-Coast-Wine gekeltert? Die ersten Rebsorten aus denen West-Coast-Wine gekeltert wurde, waren einheimische Sorten, die allerdings wenig wohlschmeckend waren. Der Pionier in Sachen West-Coast-Wine war der Missionar Junipero Serra, der begann Wein für seine Messe anzubauen. Erst einige Jahre später brachten Siedler auch europäische Rebsorten mit, die dort mit Erfolg angebaut wurden. West-Coast-Wine wird in etwa zu gleichen Anteilen aus roten und weißen Rebsorten gekeltert. Bei den weißen Rebsorten sind besonders der Chardonnay und der Sauvignon blanc zu nennen, die beim West-Coast-Wine eine heraustragende Stellung einnehmen und die zeitglich zu den Spitzenqualitäten zählen. Die besonders zu erwähnenden roten Rebsorten aus denen West-Coast-Wine gekeltert wird zählen unter anderem Pinot Noir, Merlot (In Deutschland auch als Spätburgunder bekannt) und auch der Cabernet Sauvignon. Die heute mit Abstand am meisten angebaute Rebsorte ist der Chardonnay. Alle anderen Sorten aus denen West-Coast-Wine hergestellt wird, verloren im Laufe der Zeit immer mehr an Bedeutung. Lediglich der Zinfandel, der zu den sehr alten Rebsorten aus dieser Region zählt, schaffte es, seine Anbaufläche zu vergrößern. Unter diesem Link findet man die eben genannten Fakten noch ausführlicher. Warum hat West-Coast-Wine eine so gute Qualität? Der Grund ist das Klima und die Landschaft, die von Wüste bis über lang gezogene Höhenrücken reicht. Besonders auf den Höhenlagen gedeiht der beste West-Coast-Wine. In den frühen Morgenstunden liegt ein feuchter Nebel über den Rebpflanzungen, Mittags herrscht Hitze vor, während es am Abend empfindlich kühl werden kann. Ideale Bedingungen um einen guten Wein hervor zu bringen. Aber auch die hohe Zahl an jährlichen Sonnentagen (im Schnitt etwa 300) lassen die...

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Neue Rezepte erfinden
Mrz26

Neue Rezepte erfinden

Kochrezepte bei denen Rotwein verwendet wird, gibt es wie Sand am Meer. Die meisten sind jedoch unbekannt und viele Leute denken im Zusammenhang von Kochen und Rotwein, lediglich an das Verfeinern von Soßen. Doch warum nicht mal die ausgetretenen Pfade verlassen und neue Rezepte erfinden, die sich zum Kochen mit Rotwein eignen? Neue Rezepte erfinden ist überhaupt nicht schwer und eigentlich hat es jeder, der regelmäßig kocht, schon mindestens einmal gemacht. Möchte man neue Rezepte erfinden, braucht man nur ein wenig Kreativität und Mut. Und natürlich tolerante Mitesser, falls es schief geht… 🙂 Neue Rezepte erfinden: Wie geht das? Wenn man ganz neue Rezepte erfinden möchte, wird man vermutlich kein ganz neues Rezept entdecken, denn alles was es jetzt gibt, war irgendwann schon einmal da. Das ist wie mit der Mode, da wiederholt sich auch alles immer wieder. Dennoch kann man neue Rezepte erfinden, indem man zum Beispiel alte Rezepte wieder erfindet. Natürlich kann man auch ganz neue Rezepte erfinden. Dies erfordert jedoch eigene Ideen und eine geplante Vorgehensweise. Man kann aber auch neue Rezepte erfinden, wenn der Zufall mitspielt. Zum Beispiel dann, wenn man Zutaten verwechselt oder eine bestimmte Zutat nicht im Haus hat und versucht, diese durch eine andere zu ersetzen. Oftmals kommen dabei sehr interessante Kreationen heraus, die entweder gleich sehr lecker schmecken oder an denen man noch ein bisschen herumfeilt, also zum Beispiel die Mengen der Zutaten variiert. Neue Rezepte erfinden – Wie kann man am besten vorgehen? Möchte man neue Rezepte erfinden und nicht auf einen glücklichen Zufall warten, empfiehlt sich folgende Vorgehensweise: Neue Rezepte zu erfinden, beginnt nicht erst am Herd, sondern bereits davor. In der Phantasie stellt man sich das gewünschte Endergebnis vor. Dazu gehören unter anderem: Geschmack, Konsistenz, Aussehen und zum Gericht passende Beilagen. Hat man sich alles gut überlegt, geht es an die Töpfe. Will man neue Rezepte erfinden, empfiehlt sich der Einsatz einer Küchenwaage sowie Zettel und Stift. Man wiegt alle Zutaten ab und notiert sich die Mengenangaben. So weiß man nach dem ersten Probe-Essen an welcher “Schraube man drehen” muss, um das selbst erfundene Rezept zu verbessern. Rezepte neu erfinden: Eine Idee Wie schon erwähnt, kann man sehr leicht neue Rezepte erfinden. Hier eine Idee: Matjes in Rotwein Matjes kennt man meist nur süß/sauer eingelegt. Doch es geht auch ganz anders. Man nehme: 10 Matjesfilets 250 ml trockenen Rotwein 250 ml Weinessig zwei mittelgroße Zwiebeln 2 Nelken 2 Lorbeerblätter 250 Gramm Zucker 1 TL Senfkörner 1 TL schwarze Pfefferkörner Diese Zutaten bekommt man in jedem Supermarkt und preisgünstig ist das Ganze auch noch. Man sieht also, neue Rezepte erfinden, muss nicht teuer sein. Nun geht es an den...

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