Pinot Noir: Alles Wissenswerte zur Rotweinsorte
Okt30

Pinot Noir: Alles Wissenswerte zur Rotweinsorte

Pinot Noir, bei uns vor allem als Spätburgunder bekannt, gehört zu den hochwertigsten Rotweinsorten der Welt. Warum ist das so und was macht seinen Anbau und die Verarbeitung so anspruchsvoll? Pinot Noir: Eine Rebe mit Geschichte Der Pinot Noir stammt ursprünglich aus der nördlichsten Weinregion Frankreichs, die zu den führenden Weinanbaugebieten der Welt zählt: Dem Burgund. Seit jeher stammen von dort die edelsten, im Geschmack vollmundigsten Rotweine. Der Pinot Noir zählt zweifelsfrei dazu. Fachleute sind der Ansicht, dass die Rebsorte seit 1000 bis 2000 Jahren im Burgund wächst. Erste amtliche Aufzeichnungen über den Anbau und die Verarbeitung, datieren aus dem 14. Jahrhundert. Es handelt sich bei ihm also nicht nur um einen sehr edlen Wein, sondern auch noch um einen äußerst geschichtsträchtigen. Seine exakte Abstammung ist noch nicht zweifelsfrei geklärt. In der Fachwelt bzw. Wissenschaft, herrscht noch Uneinigkeit darüber. Sicher hingegen ist, dass der Wein in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts seinen Weg nach Deutschland fand: Der Mönchsorden der Zisterzienser brachte ihn ins Kloster Eberbach im Rheingau. Der erste urkundliche Nachweis für Spätburgunder im Rheingau geht zurück auf das Jahr 1470. Klassische Anbaugebiete Das mit Abstand größte Anbauland der Rebsorte ist Frankreich. Im Département Côte-d’Or, im Herzen Burgunds gelegen, ist Pinot noir als einzige Rebsorte zugelassen, um hochwertige Qualitätsweine zu erzeugen. Insgesamt gibt es in Frankreich 30.086 ha an Rebfläche, auf der ausschließlich der Pinot Noir angebaut wird. Zum Vergleich: In ganz Österreich betreibt man Weinbau auf einer Fläche von 45.439 ha. Das verdeutlicht nicht nur die Bedeutung des Weinbaus in Frankreich insgesamt, sondern auch jene des Pinot Noir innerhalb des Weinanbau-Landes schlechthin. Die Rebsorte wird darüber hinaus aber auch oft in den USA sowie in Südtirol und in Italien (Toskana) angepflanzt. Und: In Deutschland. Deutschland ist – hinter Frankreich und den USA – der drittgrößte Pinot-Noir-Produzent weltweit. Bei uns kennt man den Rotwein in erster Linie unter der Bezeichnung Spätburgunder. Der Pinot Noir aus den USA hat sich übrigens innerhalb recht kurzer Zeit international einen Spitzenruf erworben. Vor allem entsprechende Rotweine aus Oregon sowie Kalifornien, gelten als besonders delikat. Der deutsche Spätburgunder Der Spätburgunder gehört zu den bedeutendsten Rotweinen in Deutschland. Auch, was die Größe der mit dieser Rebsorte bestockten Anbaufläche betrifft. 2015 wurden über 11 Prozent der gesamten Rebfläche hierzulande genutzt, um diese Sorte anzubauen. Allein in Baden wird mehr Spätburgunder-Anbau betrieben als etwa in Australien oder Neuseeland. In den letzten Jahren stieg die Größe der Fläche, die für den Spätburgunder genutzt wird, stark an. 2015 wurden 11.784 ha Anbaufläche damit bestockt, 2001 waren es lediglich 9.806 ha. Die Qualität des besten deutschen Spätburgunders muss sich heute nicht mehr hinter der des französischen verstecken. Längst hat...

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Rotwein Gesund: Ein Glas Rotwein pro Tag: Ja oder nein?
Okt23

Rotwein Gesund: Ein Glas Rotwein pro Tag: Ja oder nein?

Ein Glas Rotwein am Abend schadet nicht. Im Gegenteil: Rotwein soll sogar gesund für die Gesundheit sein. So lautet eine weit verbreitete Ansicht. Doch stimmt das oder handelt es sich um einen Alkoholmythos? Wir klären auf. Rotwein gesund: Wein als Medikament Nicht erst seit gestern glauben vielen Menschen, dass Rotwein gesund sei. Schon vor tausenden von Jahren wurde Rotwein ein positiver Effekt auf die Gesundheit zugeschrieben. Als Medikament bzw. Heilmittel, wurde er z.B. bereits 400 v. Chr. von keinem geringeren als Hippokrates eingesetzt. Und der musste es doch schließlich wissen. Schließlich war Hippokrates der berühmteste Arzt des gesamten Altertums. Er schrieb dem Wein desinfizierende und beruhigende Wirkung zu. Zudem waren er und viele seiner Vertreter schon damals der Meinung, dass sich Rotwein wunderbar eignet, um Schmerzen zu lindern. Dies änderte sich auch im alten Rom nicht. Im Gegenteil: die Römer setzten Rotwein wohl noch gezielter gegen Krankheiten und gesundheitliche Gebrechen ein, z.B. gegen Magen-Darm-Erkrankungen. Die gesunde Wirkung, die man dem Wein zusprach, machte man sich auch noch an anderer Stelle zu Nutze: denn häufig nutzten die Römer in Rotwein getränkte Umschläge für offene, blutende Wunden. Rotwein: Gesund für den Menschen? Unabhängig von diesen kulturellen Gewohnheiten und Umgangsweisen mit dieser Art von Alkohol: die These, dass Rotwein gesund sei, ist bis heute in der Gesellschaft weit verbreitet. Alles nur Gerüchte und ein Mythos? Oder ist wirklich etwas dran an den beschriebenen Effekten auf den menschlichen Körper? Sicher ist: Viele wissenschaftliche Studien haben laut Gesundheits-Portalen bereits nachgewiesen, dass Rotwein tatsächlich gesund sein kann. Voraussetzung: Er wird in geringen Mengen konsumiert. Die Studien konnten belegen, dass ein moderater Genuss prophylaktische, also vorbeugende Wirkungen haben kann. Vor allem was mögliche Herz- und Hirninfarkte betrifft. Grund: der Wein neutralisiert freie Radikale, dies schützt vor Gefäßkrankheiten. Dadurch wiederum wird verhindert, dass Arterien allzu schnell verkalken. Der Alkohol verlangsamt bzw. verhindert teils sogar die Arterienverkalkung. Und damit eine der Hauptursachen für die Entstehung eines Herzinfarkts. Hier kann man ihm also tatsächlich eine gesunde Wirkung attestieren. Für vorteilhafte Wirkung verantwortlich: Phenol Für diesen positiven Effekt auf den menschlichen Körper machen die Wissenschaftler in erster Linie einen Inhaltsstoff verantwortlich: Phenol. Phenol ist nicht nur ein Produkt des Stoffwechsels u.a. von Kohlenhydraten und Fetten. Es ist auch ein sekundärer Pflanzenstoff, von dem ein Teil im Saft und im Fruchtfleisch der Weinbeere enthalten ist. Phenol bestimmt zu weiten Teilen den Geruch, Geschmack und die Farbe des späteren Weins. Das Phenol besitzt darüber hinaus auch einen antibakteriellen und antioxidativen Einfluss. Sprich: es ist gesund bzw. für jene weiter oben beschriebenen prophylaktischen Wirkungen, verantwortlich. Also für die positiven Effekte beim Verlauf von Herz- und Kreislauferkrankungen. Übrigens: dieser Inhaltsstoff ist auch ausschlaggebend für...

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